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Feel-Good Tipps für deine Yogapraxis

25. November 2021

Yoga kann eine sehr intensive, regenerative Zeit für dich sein. Du wirst die Erfahrung machen, dass sich Impulse, die du bereits auf der Matte setzt, ganz leise in dein Leben schleichen. Plötzlich nimmst du wahr, dass sich etwas in deinem Leben verändert hat. Beispielsweise bewertest du Situationen ganz anders, du fühlst dich ausgeglichener und fröhlicher oder mutiger als zuvor. Teilnehmer berichten mir immer wieder, dass Yoga ihr Leben verändert hat. Du machst dir selbst ein wahres Geschenk, wenn sich deine Yogapraxis nicht nur auf die rein körperliche Bewegung beschränkt. Du begegnest dir selbst auch auf der geistigen, emotionalen und seelischen Ebene. Heute möchte ich ein paar Feel-Good Tipps mit dir teilen, damit du dir die perfekten Voraussetzungen für deine Yogapraxis schaffen kannst. 

1. Finde heraus, was dir gut tut – und dann tu es

Yoga ist vielseitig und bietet ein unerschöfliches Repertoire an Stilen, Übungen, Meditationen und Atemübungen. Es gibt viel zu entdecken! Deshalb probiere dich aus, experimentiere ein wenig und sei so verrückt, auch mal -für dich-, untypische Wege zu gehen. Als ich zum Beispiel meinen ersten Yoga Kurs auf der Alpaka Wiese geplant habe, wusste ich noch nicht, wie heilsam die pure Anwesenheit der Tiere sein kann. Teils belächelt und kritisiert, habe ich es dennoch gewagt. Seitdem organisiere ich regelmäßig Yoga Reisen zu den Alpakas und die Teilnehmer sind absolut begeistert, so wie ich es damals war. Bleib auch du offen – aber ganz wichtig: „bleib immer bei dir“. Nicht alle Stile oder Übungen sind für dich geeignet, nur weil deine Yogalehrerin gute Erfahrungen damit gemacht hat 😉 Denke immer daran: es ist deine kostbare Zeit und diese solltest du mit Dingen füllen, die dich bereichern und dir Freude bereiten.

2. Nimm dir für deine Yogapraxis ganz bewusst Zeit

Um gesund zu leben, brauchst du eine ausgewogene Mitte von Yin und Yang. Beide bilden eine Einheit, das Eine kann ohne das Andere nicht existieren. Sie stehen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene duale Kräfte, die sich nicht bekämpfen, sondern ergänzen.

Der Alltag ist oftmals sehr Yang-orientiert (aktiv, schnell, laut und kontrolliert). Yoga kann diesen gewünschten Ausgleich schaffen und Entspannung und Regeneration fördern. Ich verstehe Yoga als gesunde Balance zum dynamischen, vielfach auch stressigem Alltag. Die Übungspraxis ist sehr kraftvoll in ihrer Wirkung und Erfolge stellen sich recht schnell ein, wenn du regelmäßig praktizierst. Dann ist auch die bewusste Entscheidung nötig, im HIER und JETZT zu sein. In meinen Yoga Kursen lade ich zu Beginn dazu ein, innezuhalten und bewusst anzukommen. Das ist dann der Moment, wo meine Lieblingsworte durch den Raum klingen: „Nimm dir bewusst Zeit, Zeit für den wichtigsten Menschen in deinem Leben, nimm dir Zeit für DICH“.

3. Kreiere dir deinen Wohlfühlort

Deine Umgebung hat einen großen Einfluss auf dein Wohlbefinden. Du spürst es zum Beispiel, wenn du einen Raum betrittst, an dem du nicht lange verweilen magst, dass dir ein Schauer über den Rücken läuft oder wenn du müde wirst. Suche dir deshalb ein ruhiges und geschütztes Plätzchen, an dem du dich rundum wohl fühlst! Roll‘ deine Matte aus, stell deinen Lieblingstee bereit, zünde eine Kerze an und genieße Yoga und Entspannung an deinem Wohlfühlort. Du brauchst nicht viel Platz, aber achte darauf, dass dein Umfeld sauber und aufgeräumt ist. So wirst du möglichst wenig abgelenkt von Gedanken wie: „Ich müsste mal wieder aufräumen, putzen etc.“ 

4. Achte deine Bedürfnisse

Deine Lebensumstände und deine Bedürfnisse sind in einem ständigen Wandel. So wie die Tages- und Jahreszeiten, die Mondphasen, oder die Wandlungsphasen als zentrale Grundlage in der TCM. In jeder Phase hat das Ki (die Energie) eine bestimmte Dynamik. Das hat zur Folge, dass unser Körper im Winter andere Nahrungsmittel benötigt, als im Sommer. Genauso wie wir im Winter (Zeit des Rückzugs und der Sammlung) andere Übungen benötigen, als im Sommer, der für Entfaltung und Wachstum steht. Wenn du zum Beispiel krank bist oder viel Stress im Alltag hast, brauchst du etwas anderes als wenn du gerade topfit und gesund bist. Nimm deine Bedürfnisse wahr, achte sie und passe deine Yogapraxis immer wieder deinen Umständen an.

5. Überfordere dich nicht

Sich fordern, aber nicht überfordern – das ist oftmals ein schmaler Grat. Am besten gelingt es dir, wenn du Widerstände in deinem Körper und deine ganz individuellen Grenzen respektierst. Ich verstehe körperliche Symptome als Spiegelung der Lebensumstände, der Gedanken und inneren Muster. Der Körper drückt sich aus in Form von Blockaden, Verspannungen, ja sogar Schmerzen. Werden diese Zeichen nicht geachtet, hat der Körper keine andere Wahl, als noch lauter zu werden.

Eine liebevolle, zugewandte Haltung bringt den Körper dazu, neue Strategien zur Selbstregulation zu entwickelt. Du begibst dich auf eine unglaublich spannende und tiefe Reise zu dir. Damit Yoga seine volle Kraft entwickeln kann und dennoch als leicht empfunden wird, nutze, wenn möglich, Hilfsmittel wie zum Beispiel Blöcke, Gurte, Decken und Bolster. Und nicht vergessen: „Perfektion ist kein guter Begleiter im Yoga oder überhaupt im Leben“ – damit nimmst du dir den Druck, immer alles richtig machen zu müssen. Du beschenkst dich auf diese Weise mit Freude und Spaß und Leichtigkeit.

6. In Gemeinschaft geht vieles einfacher

Die gegenseitige Motivation in einer Yoga Gruppe kann sehr bereichernd sein. Du wirst sehen, du bist mit deinen Themen nicht alleine. Andere machen dieselben Erfahrungen, haben ähnliche Hürden oder dieselbe Motivation wie du. Die für mich schönsten Momente sind die zwischenmenschlichen Begegnungen in meinen Kursen. Die Teilnehmer sind füreinander da, hören sich gegenseitig zu und bringen Verständnis auf. So eine Gemeinschaft kann eine riesige Stütze sein, Halt geben und dein Leben bereichern. 

7. Integriere Achtsamkeit

Achtsamkeit bedeutet, im Hier und Jetzt zu sein, ganz bewusst und wertfrei. Du lenkst deine Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment und lässt dich nicht ablenken von Gedanken, inneren to do’s oder Emotionen. Leichter gesagt, als getan! Beginne mit kleinen Schritten: Atme einmal bewusst und tief in den Bauch, wenn du gerade an der Kasse stehst. Schmecke deinen Tee ganz bewusst oder nimm die Geräusche wahr, während du durch den Wald spazierst. Wenn du regelmäßig übst, wirst du diese Qualität auch in deine Yogapraxis integrieren können. Du wirst deinen Körper intensiver spüren – die lauten und die leisen Bereiche. Du wirst dich ganz neu entdecken, mit allem, was sich dir zeigt.

8. Hier ist Vorsicht geboten

Du musst nicht gleich deine Yogastunde absagen, nur weil du Beschwerden hast. Manchmal kann allein die Entspannungssequenz die gewünschte Linderung bringen. Dennoch gibt es im Yoga einige Dinge, die du beachten solltest:

  • Übe sanft und langsam, nachdem du krank warst oder wenn du unter niedrigem Blutdruck leidest.
  • Vermeide Umkehrpositionen bei (evtl.) Monatsblutungen, Bluthochdruck, Druck des Innenohres und der Augen sowie Netzhautablösung. 
  • Gönne dir mehr Pausen, wenn du dich sehr erschöpft fühlst.
  • Beschränke dich auf die Entspannungssequenzen wenn du akut erkrankt bist oder an einer Infektion oder Entzündung leidest.
  • Akute Schmerzen oder Rückenprobleme sollten in der Yogapraxis nicht toleriert werden.

9. Ein paar letzte Feel-Good Tipps

  • Die letzte Mahlzeit sollte ca. 2-3 Stunden zurückliegen. Yoga mit vollem Magen kann sehr unangenehm sein.
  • In der Regel wird Yoga barfuß und in bequemer Kleidung praktiziert. Schmuck und Uhren können in den einzelnen Übungen ggf. stören. Ein eigenes Tuch oder Handtuch kann ganz hilfreich sein.
  • Sei ein Yogi – sei pünktlich; so hast du ausreichend Zeit, um anzukommen und dich auf deine Yogapraxis einzustimmen.
  • Bitte informiere die Leitung immer „vor Kursbeginn“ über momentane Verletzungen, Erkrankungen etc.
  • Führe alle Übungen locker und entspannt mit ruhigen fließenden Bewegungen durch, erlebe den Atem unterstützend als Begleiter. 

Betrachte deine Yogapraxis als wundervolle Reise zu dir selbst. Yoga ist „Einheit“ – ein ganzheitlicher Ansatz, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Yoga ist „Balance“, Yoga ist „Freiheit“. Yoga kann alles sein, was du dir wünscht. Nun wünsche ich dir ganz viel Freude und vor allem tiefe Erfahrungen in deiner Yogapraxis. 

Namasté Bianca

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